Rossini Newsletter  Januar  2020

 

 

 

 

So lässt es sich leben

 

Schon zum 3. Mal verbringe ich eine Winter-Arbeits-Woche auf Teneriffa, immer in dem gemütlichen Ort Medano. Und jeden Vormittag zieht es mich dahin, wo sich die Einheimischen treffen.

Obwohl ich die Sprache kaum verstehe, kann ich mich stundenlang da aufhalten, einfach nur dabei sein. Wie die Menschen kommen und gehen, junge, ältere, wie sie miteinander sprechen, manchmal aufeinander einreden, sich erregen und wieder beruhigen – das ist für mich immer wieder ein Erlebnis, das mich in seinen Bann zieht.

 

Wenn die Wissenschaften Recht haben, dann machen es die Menschen hier richtig. Und in vielen anderen Kulturen ebenso. Im Gegensatz zu uns.

 

Wir treffen uns einfach nicht mehr genug, spontan und selbstverständlich schon mal gar nicht. Genau das aber ist ein nicht austauschbares Grundbedürfnis des Menschen. In Resonanz zu sein, sich füreinander zu interessieren, auch mal zusammen rauszukommen aus der privaten Bastion.

 

Diese „Kultur der Verbundenheit“ (von Meibom) gibt dem Leben Sinn. Die Polyvagaltheorie überzeugt auch deshalb, weil sie genau dies aufzeigt und erklärt.

 

„Wir hatten früher 5 Stammtische bei uns“, erzählt mir ein bayerischer Wirt, “jetzt keinen mehr. Die Leute trinken ihr Bier zuhause.“

Das kann man machen, ist wahrscheinlich auch billiger, es hat aber Folgen. So sind die gegenwärtig überall erkennbaren Rückzugs-Muster eine der Wurzeln von Einsamkeit, der modernen Pest. Prof. Manfred Spitzer hat darüber jetzt ein Buch geschrieben. Absolut lesenswert!  "Einsamkeit, die unerkannte Krankheit"

In Medano hat keiner Angst vor Einsamkeit, man weiß ja, wo man die anderen treffen kann.

 

Aber es ist nicht einfach, in unserer zurückgezogenen Gesellschaft neue Wege zu gehen. Wo treffe ich Menschen, die auch wirkliche Resonanz suchen?

 

Ich denke dabei sofort an VHS. Das sind, wie an dieser Stelle schon einmal erwähnt, heute nicht mehr die muffigen Anstalten von damals, sondern zum großen Teil moderne, offene Einrichtungen mit mutigen Programmen. Hier treffen Sie immer Gleichgesinnte, man muss sich nur trauen auf andere zuzugehen. Seit einiger Zeit fördere ich dies in meinen Kursen.

 

 Dann gibt es Begegnungs-Veranstaltungen neuen Typs wie das „Rudelsingen“ oder „Schwarmsingen“ überall in Deutschland.

oder „Leicht und Lebendig“ in Hamburg und anderswo.

 

Besonders klasse finde ich, was der HP Gopal Norbert Klein auf die Beine gestellt hat. Deutschlandweit unterstützt er die Bildung von Lokalen Gruppen, in denen sich Menschen treffen können. „Mitteilen, Zuhören, Verbindung, Gemeinschaft“.


Einsamkeit tötet!

 

 

Das Kind in Dir muss Heimat finden! Aber wie? Vielleicht so!

 

 

Sicherlich haben Sie von dem Buch "Das Kind in dir muss Heimat finden" gehört?

Ein Megaseller! Seit Jahren.

 

Am Inhalt dürfte es nicht liegen, sondern an dem begnadet guten Titel. Er spricht das an, wonach sich so viele Menschen bei uns sehnen. Eine innere Heimat zu finden, also in sich selbst zuhause zu sein, sich in der eigenen Haut wohl zu fühlen. Zu spüren, wer man ist.

 

Auch dieses Gefühl entsteht immer als Ergebnis von Resonanzerfahrungen, vor allem in der Kindheit. „Ich werde so geliebt wie ich bin“ ist das eine, aber es gibt noch eine andere ganz wesentliche Dimension. Die Erfahrung von „Ich sehe dich, mein Kind, ich höre Dir zu, ich versuche Dich zu verstehen. Du interessierst mich!“ Wer dies erlebt hat, der sucht später nicht nach seiner inneren Heimat. Er spürt sie.

 

Aber das lässt sich eben auch nachholen. Allerdings nicht allein zuhause, sondern mit Menschen, die Dir zuhören, die nachfragen, deren Interesse Du spüren kannst. Die gilt es nun zu finden. Aber wie?

 

Warten? Das kann lange dauern. Fangen Sie doch selbst an damit. Mit einem Projekt, das Ihnen erstaunliche Erlebnisse verschaffen kann.

Wählen Sie dafür eine Person aus Ihrem Lebensbereich, um mit ihr zwei Wochen lang bewusst anders als üblich zu kommunizieren.

Sie hören dieser Person intensiv zu, fragen nach, bleiben beharrlich beim Thema und entwickeln ein eigenes Interesse an dem Gesagten. Das gelingt immer, wenn Sie in einer gelassenen, abwartenden Haltung verbleiben. Zum Beispiel mit dem orangen inneren Schalter.

Das wird nicht so einfach sein, wie es sich jetzt vielleicht anhört. Sie werden Ihre eigene Ungeduld und vielleicht auch Unlust wahrnehmen können, aber die Mühe wird sich lohnen. Lassen Sie sich überraschen!

 

Wussten Sie, dass solche Resonanz-Kontakte die gleichen Belohnungsnetzwerke ansprechen wie Drogen? Ebenfalls mit starken Nebenwirkungen. Allerdings ausschließlich positiven!

Ich möchte in diesem Zusammenhang auf einen äußerst informativen Vortrag der Kollegin Kerstin Hentschel hinweisen: „Die Kraft liebevoller Blicke“.



 

 Pura Vida

 

Weil wir gerade im weiteren Sinn beim Thema Lebensfreude und Gesundheit sind: Eine Kollegin wähnte sich kurz vor einem Burnout. Aber anders als vom Arzt oder Apotheker empfohlen, ging sie nicht in eine Klinik, sondern reiste stattdessen für einige Wochen nach Costa Rica (Mittelamerika). Von dort schreib sie u.a.:

 

Die Ticos (die Costa Ricaner) sind wirklich nette Leute, freundlich, offen, hilfsbereit, ganz passend zur Lebenseinstellung „PURA VIDA“.

"Pura Vida" bedeutet "das reine und einfache Leben". Die Essenz des Begriffes ist die tiefe Dankbarkeit - zu leben, das Leben zu genießen und den Fokus auf Negatives zu vermeiden. Einfach glücklich sein.

 

Pura Vida! Der Ventrale Vagus lässt grüßen. Zufällig fiel mir einige Tage später eine Ausgabe der renommierten „National Geographic“ in die Hände, mit einem Art Glücksatlas. Costa Rica liegt dort, wo der Kreis besonders groß ist. Unser ist kleiner!

 

 

Kommentar überflüssig

 

Geht Ihnen bei diesen Bildern nicht auch das Herz auf? Leider sind es nur einige Video-Schnipsel, aber im Frühjahr werde ich dieses Treiben auf dem Hühnerhof länger filmen und ins Netz stellen.

 

Es sind keine Bilder aus vergangenen Zeiten, sondern aus dem letzten Jahr. Und es handelt sich hier nicht um das Hobby eines „grünen Spinners“, wie man hier oben in Norddeutschland sagt, sondern um einen Vollerwerbshof in der Nachbarschaft. Landwirtschaft geht eben auch anders!  



Schnappschuss

 

 

Unser Seminarhotel beherbergt seit 28 Jahren Gruppen aus allen möglichen Bereichen des Lebens und der Gesellschaft.  Unsere Stärke ist das Caring und die gute Stimmung. Das merken offensichtlich auch die Tiere des Odenwalds. Grasende Rehe im Garten gehören fast schon dazu, aber dieses Pärchen ist neu. Ein Gast hat es aus einem Seminarraum fotografiert.

 


 

 

Versuch es gar nicht erst!

 

 

Sie können es niemals allen recht machen. Allein der Versuch blockiert, ebenso wie Perfektionismus, von Anfang an die Freude am Tun.

Meist reichen solche Muster in die Ursprungsfamilie zurück, deswegen lassen sie sich auch nicht einfach über Bord werfen oder gar "löschen", wie es manchmal versprochen wird.

 

Hilfreich kann aber schon mal die Erkenntnis sein, dass solche Versuche nicht nur anstrengend, sondern auch völlig sinnlos sind. Es handelt sich um nicht erreichbare Ziele.

 

Ein Mathematiker hat mal erzählt, dass aus statistischen Gründen Zustimmung immer auch Ablehnung mit sich bringt. "Wenn 10 Leute zufrieden mit dir sind, dann werden es mindestens 3 nicht sein". Aus rein mathematischen Gründen. Dieser Zusammenhang lässt sich angeblich nicht aushebeln.

Hier ein Beispiel anhand zweier Rückmeldungen, die ich gerade erhalten habe. Es handelt sich tatsächlich um dieselbe Veranstaltung!!!

 

 1. Das war nix:

 

…….. Der Abend hat mir nicht viel gebracht. Ich konnte noch keine Veränderung beim Schlaf feststellen. Zu Ihrem Vortrag hätte ich mir mehr Übungen und detaillierte Informationen über das Thema vorgestellt.

 

2. Das hat sich gelohnt:

 

Ihr Vortrag am Freitagabend in der VHS Marktheidenfeld war klasse. Ihre Gelassenheit beim Vortrag grandios und inspirierend zugleich.

Die Rossini-Reise mit Anleitung ist ebenso genial.

 

Sie haben eine angenehme Stimme 😊 und dieser Groove (wie Udo Lindenberg) und Rhythmus...herrlich 💃🏻

Der Inhalt vom Abend-Seminar ist für mich eine Bereicherung fürs Leben 😀

 

 

Einladung zum Selbstversuch: Grooven statt Grübeln

 

 

„Wenn nur 2 Gelenke miteinander grooven, kann der Kopf nicht mehr grübeln“. Diese Theorie der Rossini-Kohärenz-Methode können Sie hier anwenden und testen.

 

Wir arbeiten mit 7 Gelenken: Kiefer, Schultern, Ellenbogen, Hände, Hüften, Knie und Füße. Sie sind unsere bewegten Energiepunkte

 

Zwei dieser Gelenke kommen sehr leicht in ein Zusammenspiel (Grooven), wenn jedes einen Part der Begleitmusik übernimmt. Hier könnte zum Beispiel ein Gelenk der Violine folgen, ein anderes dem Orchester. So in etwa wie auf den improvisierten Videoclips unten. Machen Sie doch einfach mit. Gleich jetzt?

 

Sinnvollerweise wählen Sie Musik, die Ihnen vertraut ist. Hier ist es ein Satz aus einem Violinkonzert von Beethoven. Vielleicht spricht Sie dieses Stück an, dann können Sie es hier downloaden.

 

 

 

Download
Beethoven Violonconcert 2. Satz.mp3
MP3 Audio Datei 18.3 MB

 

 

Der Glücksnerv

 

 Das wird künftig das Logo der Rossini-Kohärenz-Methode sein.

 

 

Die drei Nervenstränge Sympathikus, Parasympathikus und in der Mitte der Ventrale Vagus, der Glücksnerv. Er ist, wie wir heute wissen, von zentraler Bedeutung für Gesundheit, Wohlbefinden und Motivation.

Denn nur über diesen Nerv gelangen Nervensystem und Psyche in den inneren Einklang, der uns beruhigt, entlastet, aufbaut und befreit.

 

Mit den drei inneren Schaltern können Sie den Ventralen Vagus jederzeit aktivieren. Es sind beglückende Erfahrungen, zu denen wir Sie gerne einladen:

 

Schon am nächsten Wochenende in Stuttgart, im Hospitalhof:

 

7. Februar, 19 Uhr. Wie Gedanken Ruhe finden

8. Februar, 10 Uhr. Plötzlich wird vieles leichter

 

Sowie zu  VHS- Tagesseminaren bis Juli 2020

 

Und Intensiv- und Ausbildungsseminaren im Odenwald:

Ostern, Pfingsten, Sommer und Jahreswechsel